Fritz Bauer - Rezeption

Fritz Bauer Blog Archiv

Fritz Bauer Rezeption von Leben & Werk

 


 

04. Mai 2019

Was nun?

Ein Ex-Nazirichter als Vorsitzender im Auschwitz-Prozess

Im Grunde überrascht es nicht und doch ist es für manche ein Schock, dass Hans Hofmeyer, Vorsitzender Richter im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963-1965, ein Ex-Nazirichter war. Kurt Nelhiebel, als Journalist Prozess-Beobachter in dem wichtigen Verfahren, erinnert daran, dass Richter Hofmeyer in seiner Urteilsbegründung der Sichtweise des Anklägers Dr. Fritz Bauer eine Absage erteilte. Dieser ließ sich zwar nicht täsuschen, die Mehrheit unter seinen Juristenkollegen und in der deutschen Gesellschaft aber nur allzu gern.

Von Kurt Nelhiebel (Bremen)

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06. März 2019

Menschliches Empfinden, Strafrecht und Demokratie

Die Empörung gegen Forderungen, das Strafrecht am „gesunden Volksempfinden“ zu orientieren oder gegen die Kritik an Urteilen mit der Begründung, sie ließen sich nicht mit diesem „gesunden Volksempfinden“ vereinbaren, ist meist groß. Diese Empörung ist auch berechtigt, soweit sie vor einem gesetzgeberischen Rückfall in die Zeit des Nationalsozialismus warnt. In einiger Hinsicht jedoch, so der Rechtsanwalt und Autor dieses Beitrags, greift diese Empörung auch zu kurz.

Von Thomas Galli

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23. August 2018

"Gefahr im Verzuge!"

Der Jurist und Auschwitz-Ankläger Fritz Bauer kämpfte mit vielen Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus gegen die Verabschiedung der Notstandsgesetzgebung. Vor 50 Jahren scheiterte dieser Widerstand.

Kurt Nelhiebel, Journalist und Autor in Bremen, hat uns an Fritz Bauers Vorwort "Gefahr im Verzuge" erinnert, das vor 50 Jahren zu Jürgen Seiferts Buch Gefahr im Verzuge und in etwas abgeänderter Form in der Stimme der Gemeinde erschien. Ein Plädoyer des Juristen gegen übertriebene Gesetzeshörigkeit, von der Bauer sagte, diese führe auf direktem Wege in die Konzentrationslager von Auschwitz und Buchenwald.

Die Redaktion


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