Widerstand

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Widerstand - Beiträge über die Suche nach dem Recht

 

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11. September 2018

„Malta will mit der Mission Lifeline ein Exempel statuieren“

Die Verhandlung gegen Kapitän Claus-Peter Reisch wurde heute erneut aufgeschoben

75 Tage sind es, dass das Rettungsschiff „Lifeline“ im Hafen von La Valetta auf der Insel Malta vor Sizilien festgehalten wird. Offensichtlich setzen die maltesischen Behörden viel Energie in den Versuch, weitere Rettungseinsätze von NGO’s in dem gefährlichen Gebiet zwischen Libyen, wo offener Bürgerkrieg herrscht,  und Sizilien zu verhindern. Dabei sind laut Berechnungen von „Mission Lifeline“ allein in diesen zwei Monaten 380 Menschen in dem Seegebiet ertrunken. Wer wird dafür zur Verantwortung gezogen?

Von Dr. Irmtrud Wojak (München)
 

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06. September 2018

Seenotrettung ist kein Verbrechen

Ich bin sicher, es wird irgendwann in ein paar Jahren Urteile von Menschenrechtsgerichtshöfen geben, die uns Recht geben, aber in der Zwischenzeit ertrinken die Menschen trotzdem.“

Das sagt Markus von „Mission Lifeline“ im Interview mit der Bochumer Ärztin Daniela Collette und dem Schüler Aaron Collette, die im August nach Malta flogen, um die Seenotretter_innen zu unterstützen. Zum Zeitpunkt der Interviews rettet das Schiff „Aquarius“ von „SOS Mediteranée“ und „Ärzte ohne Grenzen“ 141 Menschen aus Seenot und musste anschließend tagelang im Mittelmeer irren, bis letztlich Malta den Hafen in La Valetta freigab. Die Menschen auf dem Schiff waren schwer traumarisiert und berichteten über Folter und unmenschliche Bedingungen in den libyschen Lagern. Die "Lifeline" und andere Rettungsschiffre werden weiterhin in den Häfen festgehalten. Der Fritz Bauer Blog wird weiterhin über dieses Unrecht berichten.
 

Zum Interview


04. September 2018

Ein Haus für Erinnern und Widerstand 

NS-DOKU-Zentrum in Köln bekommt Verstärkung auf dem Weg zu einem  „Haus für Erinnern und Demokratie“

Einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einem „Haus für Erinnern und Demokratie“ zu tun, das es immer schon sein wollte, hat sich das EL-DE-Haus in Köln bereits im vergangenen Jahr vorgenommen. Nun erhält der Ausbau des Zentrums nach den Ereignissen von Chemnitz weitere Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern. Diese wollen damit den dringend notwendigen Kampf gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit unterstützen.

Von Irmtrud Wojak


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