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Rezensionen - Kritiken und Kommentare zu Neuerscheinungen

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21. Juni 2018

Kritik an einem Film über die "Aktion T4"

Rezension: Aktion T4 - Das Euthanasie Programm der Nazis. Auch die Forschung machte sich schuldig. Am Beispiel des Arztes Julius Hallervorden. Ein Film von Catherine Bernstein (deutsch, Original 2015). Berlin: absolut Medien, 2018, 54', 14,90 €


Im Rahmen der sogenanntenAktion T4 – benannt nach dem Sitz der damals zuständigen Mordbehörde in der Tiergartenstraße 4 in Berlin – wurden 70.273 Menschen, die in den Augen der Nazis „lebensunwerte Ballastexistenzen“ waren, systematisch umgebracht. Durchgeführt wurde der Massenmord zwischen Januar 1940 und August 1941 in sechs deutschen Gasmordanstalten. Dabei standen ökonomische Motive und die Frage, arbeitsfähig oder nicht arbeitsfähig, im Vordergrund. Die „Aktion T4“ gilt als Blaupause für den späteren Holocaust und Porajmos.

Von Stefan Schuster


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11. April 2018

Über eine deutsche Erfolgsgeschichte

Rezension: Magnus Brechtken, Albert Speer. Eine deutsche Karriere. München 2017, 910 S., ISBN 978-3-8275-0040-3

Biographien, die Nachkriegskarrieren von NS-Tätern und Täterinnnen ins Blickfeld nehmen, sind in den letzten zwei Dekaden einige erschienen. Die juristische Zeitgeschichtsforschung hat Wege der gesellschaftlichen (Re-)Integration nachgezeichnet und Exkulpationsstrategien herausgearbeitet. Gleiches gilt für Versuche der ehemaligen Funktionseliten des „Dritten Reiches“, das Geschichtsbild zu beeinflussen. Zu den personellen Kontinuitätslinien in Verwaltung, Politik, Judikative, Wissenschaft und anderen gesellschaftlichen Bereichen liegen inzwischen zahlreiche Studien vor. Albert Speer (1905–1981), Hitlers Stararchitekt und Rüstungsminister, war Protagonist mehrerer biographischer Arbeiten und Einzeluntersuchungen. Magnus Brechtken, stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte (München), hat nun eine weitere Lebensdarstellung des Rüstungsmanagers vorgelegt. 

Von Christian Ritz


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01. April 2018

Meilenstein neuer Wege im Strafvollzug

Der Fritz Bauer Studienpreis für Menschenrechte und juristische Zeitgeschichte für Nachwuchsjuristen wurde 2017 vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz an Dr. Christoph Wilhelm Thiele von der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald für seine Promotionsarbeit verliehen: Christoph Thiele, Ehe- und Familienschutz im Strafvollzug. Mönchengladbach: Forum Verlag Godesberg, 2016, 346 S. (Schriften zum Strafvollzug, Jugendstrafrecht und zur Kriminologie, Bd. 58)

Thomas Galli, als ehemaliger Leiter von Strafvollzugsanstalten Experte mit jahrelanger Praxiserfahrung, bezeichnet Christioph Thieles Studie über Ehe- und Familienschutz im Strafvollzug als Meilenstein, an dem keiner vorbeikommt, der sich mit dem Themenkreis beschäftigt.
 

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