Fritz Bauer Blog

(Film-) Interviews

Es sollte möglich sein, für Recht und Gerechtigkeit zu leben,
und - wenn es sein muss - zu sterben.

Fritz Bauer

 

 

Gespräche und Filme mit Menschen, die für Menschenrechte kämpfen


 

 

"Ein Glückskind"

Thomas Buergenthal

Auschwitz-Überlebender, Richter und Anwalt der Menschenrechte

"Ein Glückskind" lautet der Titel der Autobiographie des US-amerikanischen Juristen Thomas Buergenthal. Die Bezeichnung „Glückskind“ klingt in diesem Zusammenhang paradox. Thomas Buergenthal überlebte als Kind die grausame Welt der Ghettos und das Lager Auschwitz. Als Jugendlicher lernte er die Welt des Wirtschaftswunders und der verdrängten Geschichte in der Bundesrepublik kennen und entdeckte als Student für sich die USA, wo er zu einem der angesehensten Juristen wurde. Im Gespräch erzählt der Jurist, wie er allem Leid zum Trotz daraus Schlüsse zieht, was Mitmenschlichkeit und Menschenwürde bedeuten. Er wurde ein international hoch geachteter Anwalt für die Menschenrechte. Bald mehr...


"Gerade bei Frauen sehe ich soviel Mut."

Monika Hauser

Gründerin von medica mondiale

Trägerin des Alternativen Nobelpreises

„Also es sind Geschichten die Schmerz und Wut in gleicher Weise verkörpern. Der Schmerz ist immer da, weil so viel Gewalt geschieht. Gerade aber bei Frauen sehe ich so viel Mut. Der könnte ja wieder Andere ermutigen, in ihren Lebenssituationen sich anders zu verhalten oder sich auf den Weg zu machen. Und sich auf den Weg zu machen, heißt immer, das Innen anzuschauen. Wenn man immer nur im Außen bleibt, kommen wir nicht wirklich vorwärts. Aber dieses Innen anschauen, und das weiß ich aus eigener Erfahrung, das ist ja mit vom schwierigsten und schmerzhaftesten, aber auch vom lohnendsten.“ Weiterlesen...


"Having public access to information is the first element of participation."

Frank La Rue

UNESCO-Assistant Director General

Über Wahrheit und das Recht auf Zugang zu Information

"I think that an interactive database of people that had given their testimony and often their lives for the world is probably the most important database that we can have. If we don’t learn from our valiant people, those who were willing to give it all, then we will never learn from anything. I profoundly feel that this is a very important database." Read more...


„Ich muss schauen, dass möglichst viele überleben."

Claus Peter Reisch

Kapitän der Mission"Lifeline"

 

Der Landsberger Industriekaufmann Claus Peter Reisch wurde 2015 bei einem Urlaub in Griechenland mit der Notlage der Geflüchteten konfrontiert, die mit Mühe in Griechenland gestrandet waren. Spontan entschloss er sich, zu helfen und sich an der Seenotrettung zu beteiligen. Als Kapitän der Mission "Lifeline" kämpft er für die Rettung der Geflüchteten vor der Mittelmeerküste Libyens und lässt sich von der Kriminalisierung der Retter durch rechtspopulistische und nationalistische Meinungsmache nicht abhalten. Weiterlesen...


 

"Die Asyl- und Flüchtlingspolitik ist eine Frage der globalen Gerechtigkeit"

Dr. Thomas Galli

Rechtsanwalt und Autor

Als Leiter von Haftanstalten veröffentlichte Dr. Thomas Galli 2016 in seinem Buch Die Schwere der Schuld neun Geschichten über Schwer- und Schwerstverbrecher, neun von rund 62.000 Geschichten von Menschen, die bei uns hinter Gittern leben müssen. Selten findet man ein Buch über den Umgang mit den Schwächsten in unserer Gesellschaft, das so ohne erhobenen Zeigefinger auskommt. Weiterlesen...

Zwei Überlebende des Krieges in Afghanistan

"Solange du lebst, musst du etwas tun"

Mahdi Ahmadi

Pharmazeut

Mahdi Ahmadi ist Pharmazeut und Auszubildender als Chemielaborant. Er ist ein Überlebender des Krieges in Afghanistan, wo er für eine bessere medizinische Versorgung in seinem Dorf gekämpft hat. Jetzt hat er keine Verbindung mehr zu seiner Familie und kämpft zudem, dass er in Deutschland bleiben kann. Weiterlesen...

"Wenn ich auf der Bühne bin, fühle ich mich frei"

Pouyah Raufyan

Musiker  & Schauspieler

Im Jahr 2017 bewegte das Schicksal des afghanischen Musikers und Schauspielers Ahmad Shakib Pouya Raufyan die Öffentlichkeit. Nach seiner von den Behörden trotz voller Integration erzwungenen Ausreise nach Afghanistan sorgte schließlich der starke mediale Druck und die Interventionen, die von Bürgerinnen und Bürgern in Gang gesetzt wurden, dafür, dass Pouya nach 55 Tagen der Angst und des sich Versteckens wieder nach Deutschland zurückkehren konnte. Weiterlesen...