Fritz Bauer Blog - Archiv

Widerstand - Beiträge über die Suche nach dem Recht

 

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25. September 2018

Kapitän Claus-Peter Reisch über "Mission Lifeline"

"Ich muss schauen, dass möglichst viele Überleben"

Unser Zaun, sind das unsere Häfen? Nein, sagt der Kapitän des Seenotrettungsschiffes "Lifeline", dass in Malta seit Wochen an der Rettung von Geflüchteten in Seenot gehindert wird. "Unser Zaun beginnt nicht bei den Häfen. Unser Zaun beginnt ja eigentlich schon mitten in Afrika. Wenn man sieht, dass jetzt gerade, mit unter anderem erheblicher deutscher Hilfe, in Mali und in Niger sozusagen der Stacheldraht ausgerollt wird, so dass die Schlepper, und dort sind es Schlepper, keine Menschen mehr durch die Wüste bringen können..." In Europa, darauf macht der Kapitän mit seiner Crew aufmerksam, werden von Einigen gerade die Menschenrechte zu Grabe getragen.

Claus-Peter Reisch im Gespräch mit Dr. Irmtrud Wojak
 

Gespräch

 


11. September 2018

„Malta will mit der Mission Lifeline ein Exempel statuieren“

Die Verhandlung gegen Kapitän Claus-Peter Reisch wurde heute erneut aufgeschoben

75 Tage sind es, dass das Rettungsschiff „Lifeline“ im Hafen von La Valetta auf der Insel Malta vor Sizilien festgehalten wird. Offensichtlich setzen die maltesischen Behörden viel Energie in den Versuch, weitere Rettungseinsätze von NGO’s in dem gefährlichen Gebiet zwischen Libyen, wo offener Bürgerkrieg herrscht,  und Sizilien zu verhindern. Dabei sind laut Berechnungen von „Mission Lifeline“ allein in diesen zwei Monaten 380 Menschen in dem Seegebiet ertrunken. Wer wird dafür zur Verantwortung gezogen?

Von Dr. Irmtrud Wojak (München)
 

Beitrag


06. September 2018

Seenotrettung ist kein Verbrechen

Ich bin sicher, es wird irgendwann in ein paar Jahren Urteile von Menschenrechtsgerichtshöfen geben, die uns Recht geben, aber in der Zwischenzeit ertrinken die Menschen trotzdem.“

Das sagt Markus von „Mission Lifeline“ im Interview mit der Bochumer Ärztin Daniela Collette und dem Schüler Aaron Collette, die im August nach Malta flogen, um die Seenotretter_innen zu unterstützen. Zum Zeitpunkt der Interviews rettet das Schiff „Aquarius“ von „SOS Mediteranée“ und „Ärzte ohne Grenzen“ 141 Menschen aus Seenot und musste anschließend tagelang im Mittelmeer irren, bis letztlich Malta den Hafen in La Valetta freigab. Die Menschen auf dem Schiff waren schwer traumarisiert und berichteten über Folter und unmenschliche Bedingungen in den libyschen Lagern. Die "Lifeline" und andere Rettungsschiffre werden weiterhin in den Häfen festgehalten. Der Fritz Bauer Blog wird weiterhin über dieses Unrecht berichten.
 

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