Widerstand

Fritz Bauer Blog Archiv

Fritz Bauer Blog - Archiv

Widerstand - Beiträge über die Suche nach dem Recht

 

Sortiert nach dem Erscheinungsdatum


 

16. Oktober 2017

Wo ist Gui Minhai - Where is Gui Minhai?

Mahnwache in London zwei Jahre nach der illegalen Überstellung von Gui Minhai nach China

Morgen, am 17. Oktober, sind es zwei Jahre her, seit der Buchhändler Gui Minhai illegal nach China überstellt wurde. Zwei Jahre ohne Rechtsbeistand, ohne Kontakt zu seiner Familie, ohne konsularische Unterstützung trotz schwedischer Staatsbürgerschaft. Noch immer ist der Aufenthaltsort von Gui Minhai unbekannt, noch immer wissen wir nicht, wie lange er festgehalten wird. 

Von Susanne Berger

Zum Beitrag


26. Juli 2017

Raoul Wallenbergs Familie verklagt Russland

Die Raoul Wallenberg Research Initiative (RWI-70) begrüßt und unterstützt die Entscheidung von Marie Dupuy, Nichte von Raoul Wallenberg, Klage gegen russische Behörden in Moskau zu erheben, um den uneingeschränkten Zugang zu Unterlagen des Geheimdienstes FSB (Bundesagentur für Sicherheit der Russischen Föderation) zu erwirken. Bei den Dokumenten handelt es sich um die offiziellen Gefängnisregister von zwei Moskauer Gefängnissen, dem Inneren (Lubjanka) Gefängnis und dem Gefängnis von Lefortovo, für die Jahre 1945 bis 1947. Die Eintragungen betreffen Raoul Wallenberg und seinen Fahrer, Vilmos Langfelder, der im Januar 1945 zusammen mit Wallenberg in Ungarn verhaftet wurde. Sie betreffen darüber hinaus Gefangene mit direktem Bezug zum Wallenberg-Fall, darunter Wallenbergs langjährigen Zellkameraden, den deutschen Diplomaten Willy Rödel.

Von Susanne Berger

Zum Beitrag


02. März 2017

"Anne Frank oder Wilhem Harster, wir müssen uns entscheiden"

Anne Frank oder Wilhelm Harster, wir müssen uns entscheiden, eine friedliche Koexistenz sei ausgeschlossen. So sagte Generalstaatsanwalt Dr. Fritz Bauer 1963 in seiner Rede zum Geburtstag von Anne Frank, die von den Nazis ermordet wurde. Bis vor kurzem war Wilhelm Harster, der bis 1943 für die Deportationen der Juden aus den Niederlanden verantwortlich war, noch als Oberregierungsrat in München tätig gewesen. Die beiden Mitangeklagten, Harsters "Judenreferent" Wilhelm Zöpf und die Buchhalterin Gertrude Slottke, organisierten die Deportationen bis zum Ende. Über das Zustandekommen des Harster-Prozesses in München, der vor 50 Jahren zu Ende ging, und seine Bedeutung für die juristische Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen, hat Christian Ritz einen Beitrag geschrieben.

Von Christian Ritz

Zum Beitrag