Rezensionen

Fritz Bauer Blog Archiv

Fritz Bauer Blog - Archiv

 

Rezensionen - Kritiken und Kommentare zu Neuerscheinungen

Sortiert nach dem Erscheinungsdatum

 


 

10. November 2017

Unverzichtbarer Beitrag zur Reform des Strafrechts

Rezension der Neuauflage des Handbuchs Resozialisierung: Heinz Cornel, Gabriele Kawamura-Reindl, Bernd Rüdeger Sonnen, Resozialisierung: Handbuch. 4., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage, Baden-Baden: Nomos, 2018, 661 S.

Der Begriff der „Resozialisierung“ ist, mit all seinen Schattierungen und Schwächen, ein Kernbegriff moderner Kriminologie und Kriminalpolitik. Unter diesen Begriff wird, auch als Gegenentwurf zu der im Wesen rückwärtsorientierten Vergeltung, vieles von dem gefasst, was Staat und Gesellschaft mit (potentiellen) Straftäterinnen und -tätern tun, um sie zu einem künftigen Leben möglichst ohne Straftaten zu bewegen.

Von Thomas Galli

Zur Rezension


15. August 2017

"Prophet einer Kirche der Armen"

Zum 100. Geburtstag von Óscar Romero am 15. August 2017 - Über die Biographie von Martin Maier SJ

„Wenn ich Papst wäre, würde ich Oscar Romero morgen seligsprechen. Doch ich werde niemals Papst“, äußerte Kardinal Jorge Mario Bergoglio 2007. Mit der zweiten Aussage hatte er Unrecht. 2013 zum Papst gewählt, hielt Franziskus indes erstgenanntes Versprechen: Am 3. Februar 2015 erklärte er den am 24. März 1980 von Todesschwadronen im Auftrag des Militärregimes ermordeten Erzbischof El Salvadors zum Märtyrer und ebnete damit den Weg für dessen Seligsprechung.

Von Christian Ritz

Rezension


11. August 2017

"Wir sind die Adler" - Michael Gruenbaums Überlebensgeschichte

Michael Gruenbaum wurde 1930 in Prag in der Tschechoslowakei geboren. Hier wuchs er auf und erlebte mit seiner Schwester Marietta eine ungetrübte Kindheit. Bis die Nationalsozialisten seine Heimatstadt besetzten, die Judenverfolgung auch hier begann und die Familie ins Ghetto umziehen musste. Besonders einschneidend war für die Kinder der Verlust des geliebten Vaters, der von der Gestapo abgeholt und im Konzentrationslager Theresienstadt ermordet wurde. Schließlich wurde Mischa, wie er gerufen wurde, auch selbst ins KZ gesperrt und überlebte die Jahre 1942 bis 1945 nur knapp.

Von Irmtrud Wojak

Rezension