Fritz Bauer Blog

Aktuelles

 

Wir können aus der Erde keinen Himmel machen,

aber jeder von uns kann etwas tun, dass sie nicht zur Hölle wird.

Fritz Bauer

 

Aktuelle Beiträge und Hintergründe vom Überleben und der Suche nach dem Recht


 

19. April 2018

Kurt Nelhiebel wird mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Für seine besonderen Verdienste um das Gemeinwohl erhielt Kurt Nelhiebel am 18. April 2018 die höchste Anerkennung, die von der Bundesrepublik Deutschland vergeben wird. Im Kaminsaal des Bremer Rathauses überreichte ihm der amtierende Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen, Carsten Sieling (SPD), das Verdienstkreuz am Bande, eine Miniatur des Ordenszeichens und eine vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier unterschriebene Verleihungsurkunde. Bereits 2014 wurde das publizistische Lebenswerk des Journalisten, Schriftstellers und Dichters mit dem Kultur- und Friedenspreis der Villa Ichon gewürdigt.

Die BUXUS STIFTUNG richtete Kurt Nelhiebel zum 90. Geburtstag 2017 eine Webseite ein: www.kurt-nelhiebel.de

Von Stefan Schuster


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14. April 2018

Erzwungene Geständnisse

45 Opfer erzählen - Ein neuer Bericht aus China

Am 10. April 2018 legte die Menschenrechtsorganisation Safeguard Defenders einen neuen Bericht über den Gebrauch von erzwungenen Geständnissen als Propagandawerkzeug in China vor. Wie berichteten im Januar über die China betreffende Studie The People's Republic of the Disappeared.

45 Opfer erzaehlen von ihren Erfahrungen - wie sie unter Drohungen und Folter gezwungen wurden, öffentliche, im Fernsehen ausgestrahlte "Geständnisse" abzulegen.

Von Susanne Berger


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11. April 2018

Über eine deutsche Erfolgsgeschichte

Rezension: Magnus Brechtken, Albert Speer. Eine deutsche Karriere. München 2017, 910 S., ISBN 978-3-8275-0040-3

Biographien, die Nachkriegskarrieren von NS-Tätern und Täterinnnen ins Blickfeld nehmen, sind in den letzten zwei Dekaden einige erschienen. Die juristische Zeitgeschichtsforschung hat Wege der gesellschaftlichen (Re-)Integration nachgezeichnet und Exkulpationsstrategien herausgearbeitet. Gleiches gilt für Versuche der ehemaligen Funktionseliten des „Dritten Reiches“, das Geschichtsbild zu beeinflussen. Zu den personellen Kontinuitätslinien in Verwaltung, Politik, Judikative, Wissenschaft und anderen gesellschaftlichen Bereichen liegen inzwischen zahlreiche Studien vor. Albert Speer (1905–1981), Hitlers Stararchitekt und Rüstungsminister, war Protagonist mehrerer biographischer Arbeiten und Einzeluntersuchungen. Magnus Brechtken, stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte (München), hat nun eine weitere Lebensdarstellung des Rüstungsmanagers vorgelegt. 

Von Christian Ritz


Rezension