Fritz Bauer Blog

Aktuell

 

Wir können aus der Erde keinen Himmel machen,

aber jeder von uns kann etwas tun, dass sie nicht zur Hölle wird.

Fritz Bauer

 

Aktuelle Beiträge und Hintergründe vom Überleben und der Suche nach dem Recht


 

28. Juli 2019

Birgit Lohmeyer und Horst Lohmeyer

Der Rechtsterrorismus ist die größte Herausforderung im 21. Jahrhundert


(Forsthof Jamel) Im Jahr 2004 zogen Birgit und Horst Lohmeyer aus der Großstadt Hamburg in das kleine Dorf Jamel in Mecklenburg-Vorpommern. Sie übernahmen einen denkmalgeschützten Forsthof in idyllischer Landschaft an der Ostsee und erfüllten sich damit einen Lebenstraum. Doch binnen kürzester Zeit änderte sich das Klima im Dorf. War es zunächst nur eine Familie mit rechtsextremer Gesinnung, zogen bald andere nach. Mittlerweile gehören etwa 90 bis 95 Prozent der Dorfbewohner und -bewohnerinnen der Nazi-Szene an, inklusive Familien mit Kindern. Die Stimmung im Dorf wurde feindselig gegen die Lohmeyers, es kam zu Drohungen, Beleidigungen, Diebstahl und Sachbeschädigung.

Ein Interview mit Birgit und Horst Lohmeyer von Daniela Collette und Mike Fischer


Interview

 


20. Juli 2019

Der 20. Juli als Feiertag

Ein Vorschlag zum 75. Jahrestag des Attentats auf Hitler

Von Kurt Nelhiebel, Kultur- und Friedenspreisträger der Villa Ichon (Bremen), erschien in der antifaschistischen Wochenzeitung DIE TAT vom 18. Juli 1959 bereits der Beitrag: "Was wollten die Männer des 20. Juli? Zum 15. Jahrestag des Attentats auf Hitler". Der Beitrag erschien damals unter dem Pseudonym Peter Nau und ist auf der Webseite von Kurt Nelhiebel nachzulesen. Der Autor beleuchtet darin die Ziele der Attentäter und ihre wenig beachteten Kontakte zum Widerstand aus den Reihen der Arbeiterschaft.

Zum heutigen 75. Jahrestag des Attentats erscheint ein Artikel im Frankfurter Weltexpresso, der zeigt, wie aktuell Kurt Nelhiebels damaliger Beitrag heute noch ist.

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14. Juli 2019

Liao Yiwu 

Für die Freiheit der Anderen kämpfen

Im Jahr 1989, als Liao Yiwu sein Gedicht "Massaker" während der brutalen Niederschlagung der Proteste auf dem Tian'anmen Platz schrieb, war er längst ein bekannter Schriftsteller und Lyriker, allerdings stand seine Dichtung in China auf der "Schwarzen Liste". Das Gedicht "Massaker" führte zu einer vierjährigen Haftstrafe, die Liao Yiwu nur knapp überlebte. 

Jetzt ist sein neues Buch, Herr Wang, der Mann, der vor den Panzern stand: Texte aus der chinesischen Wirklichkeit, im S. Fischer Verlag erschienen. Die Titelgeschiche gilt dem Unbekannten, der sich 1989 vor die anrollenden Panzer stellte und damit das Massaker für einen kurzen historischen Moment aufhielt. Aus diesem Anlass veröffentlichen wir ein Gespräch mit dem chinesischen Schriftsteller.


Gespräch

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