12.06.2016

Dorothea Liew

Der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-1965) gilt als Wendepunkt in der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus. Das von Generalstaatsanwalt Dr. Bauer initiierte Verfahren wurde 1963 im Frankfurter Rathaus eröffnet und ab April 1964 im Bürgerhaus Gallus fortgesetzt.

Laut Berichten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Deutschen Welle sollen die Dokumente des Verfahrens – 454 Aktenbände und 103 Tonbandaufnahmen – Weltdokumentenerbe der UNESCO werden. Die Akten und Tonbänder sind im Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden archiviert. Sie wurden von der Deutschen UNESCO-Kommission als historische Zeugnisse für das UNESCO-Register „Memory of the World“ nominiert.


Mehr unter: Hessenschau, 10. Juni 2016, FAZ, 12. Juni 2016, Deutsche Welle, Fritz Bauer und der Auschwitz-Prozess

 

06.05.2016

 Alexander Martin Pfleger

Am Samstag, dem 7. 5. 2016, kommt um 22.30 Uhr auf Phoenix der Dokumentarfilm FRITZ BAUER - TOD AUF RATEN von Ilona Ziok

"Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Demnächst ist es endlich so weit: Die Stadt Frankfurt am Main ehrt Fritz Bauer mit einer Gedenkplakette an seinem früheren Wohnhaus im Westend und mit einer Skulptur vor dem Gerichtsgebäude. Zuvor wird nun bereits zum zweiten und gewiß nicht zum letzten Mal in diesem Jahr Ilona Zioks preisgekrönter Dokumentarfilm „Fritz Bauer – Tod auf Raten“ von 2010 im Fernsehen gezeigt, der seine Weltpremiere auf der Berlinale im gleichen Jahr hatte. … " 


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29.04.2016

Stefan Hemler

Stefan Hemler @München1968 (Studienrat & Historiker, promoviert über studentische Politik in den 1960ern) bloggte auf www.renad.de über einen „interessanten und diskussionswürdigen Vortrag von Irmtrud Wojak im Stemmerhof in München. Sie referierte dort auf Einladung der Sendlinger Grünen über das Thema 'Fritz Bauer oder die Pflicht zum Ungehorsam', stellte ihr Thema aber zugleich auch in den Kontext der gegenwärtigen Erinnerungskultur.“ Die spannende Diskussion im Anschluss an den Vortrag drehte sich besonders darum, wie eine einseitig auf das erinnern von Verbrechen fokussierte Erinnerungskultur ungewollt dem Rechtsextremismus zuarbeitet.

 

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21.04.2016

Fritz-Bauer-Biografin Irmtrud Wojak spricht über das politische Vermächtnis des Generalstaatsanwalts

 

Interview von Sigrid Schuer mit der Autorin

"Wie sind Sie mit Fritz Bauer in Berührung gekommen?"

"Zum ersten Mal durch die Arbeit am nach Bauer benannten Institut. Sein Leben und Wirken ist im Laufe der Jahre immer stärker ins Zentrum meiner wissenschaftlichen Forschung gerückt. Politisch hat er mich immer mehr beschäftigt. Dass er so aufrecht seine Minderheitsposition in der deutschen Justiz beibehalten und für die Menschenrechte gekämpft hat, vor 1933, danach, aber auch nach 1945, als die Mehrheit in seiner Zunft schon wieder wegschauen und zur Tagesordnung übergehen wollte. Bauer wollte die Ursachen von Genozid und Völkermord aufdecken und beseitigen..."

Weiterlesen im Weser Kurier

PDF des Interviews...

31.03.2016

Ernst Olbrich

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Auf einer Veranstaltung des Fritz-Bauer-Institutes entbrannte eine heftige Auseinandersetzung um die Deutungshoheit über die Person des ehemaligen Frankfurter Generalstaatsanwaltes und Auschwitz-Anklägers.

Eingeladen hatte das Fritz-Bauer-Institut am 11. Januar 2016 zum „Gespräch" ... Die Folie dafür sollte der Ende 2015 in die Kinos gekommene Film „Der Staat gegen Fritz Bauer“ abgeben. Nach einer halbstündigen Vorführung (...) und einem Kurzvortrag des Kulturwissenschaftlers Andreas Pretzel von der Humboldt-Universität Berlin brach sich die in Teilen des Publikums schon länger wahrnehmbare Unruhe in heftigen Volten der Kritik am Film und der daran anknüpfenden Geschichtsinterpretation des Institutes Bahn.

Foto© CV Films

Info: Erstveröffentlichung in der Frankfurter Lehrerzeitung der GEW, Nr. 01/2016

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