13.06.2016

Zum 75. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion

Kurt Nelhiebel

Wien . Heldendenkmal der Roten Armee
Wien . Heldendenkmal der Roten Armee

„Bremen (Weltexpresso) - Sehr geehrter Herr Generalsekretär, Sie könnten vom Alter her gesehen mein Sohn sein. Sie haben weder eigene Erinnerungen an die Besetzung Ihres Heimatlandes Norwegen durch die deutsche Wehrmacht im Jahr 1940 noch an den Überfall Nazideutschlands auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941.

Ich war vierzehn Jahre alt, als der so genannte Russlandfeldzug begann. Aus dem Radio hörte ich, Sowjetrussland sei ein Koloss auf tönernen Füßen, der Krieg werde schnell zu Ende sein. Dass ich selbst noch zur Wehrmacht eingezogen werden würde, konnte ich mir nicht vorstellen. Erst recht nicht, dass ich jemals in sowjetische Kriegsgefangenschaft geraten würde. Beides blieb mir jedoch nicht erspart....“

Kurt Nelhiebel, Prozess-Beobachter im Auschwitz-Prozess, hat zahlreiche Artikel und Aufsätze über Fritz Bauer geschrieben.

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12.06.2016

Dorothea Liew

Der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-1965) gilt als Wendepunkt in der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus. Das von Generalstaatsanwalt Dr. Bauer initiierte Verfahren wurde 1963 im Frankfurter Rathaus eröffnet und ab April 1964 im Bürgerhaus Gallus fortgesetzt.

Laut Berichten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Deutschen Welle sollen die Dokumente des Verfahrens – 454 Aktenbände und 103 Tonbandaufnahmen – Weltdokumentenerbe der UNESCO werden. Die Akten und Tonbänder sind im Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden archiviert. Sie wurden von der Deutschen UNESCO-Kommission als historische Zeugnisse für das UNESCO-Register „Memory of the World“ nominiert.


Mehr unter: Hessenschau, 10. Juni 2016, FAZ, 12. Juni 2016, Deutsche Welle, Fritz Bauer und der Auschwitz-Prozess