16.07.2016

VOR 18 JAHREN ERSCHIEN ZULETZT EINE AUSWAHL SEINER SCHRIFTEN

Fritz Bauer zum Geburtstag


Irmtrud Wojak

1998 erstmals erschienen und
seit Jahren vergriffen

Im Jahr 1963 gedachte Generalstaatsanwalt Fritz Bauer der von den Nationalsozialisten ermordeten Anne Frank. Es war an ihrem 34. Geburtstag, heuer wäre sie 87 Jahre alt geworden.

„Wir gedenken der Geburtstage unserer Großen, nicht ihrer Sterbetage, so auch bei Anne Frank“, sagte der hessische Generalstaatsanwalt bei der Gedenkveranstaltung in Frankfurt am Main. Sicher ist nicht entscheidend, daß wir Tag und Stunde ihres Todes nicht genau kennen, sondern nur die Zeit des großen Sterbens in Bergen-Belsen. Wir wählen die Geburtstage und zählen sie weiter, als lebten die Menschen und als seien sie noch unter uns.“

„Lebt Anne Frank heute?“, fragte der Jurist damals und wir fragen uns...

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06.07.2015

 

Neuerscheinung

BERICHTE VOM AUSCHWITZ-PROZESS. KÖLN: PapyRossa, 2015

Mit einem Vorwort von Erardo C. Rautenberg und einem Porträt des hessischen Generalstaatsanwalts Dr. Fritz Bauers aus der Feder seiner Biografin Irmtrud Wojak (ISBN 978-3-89438-263-6).

„Was Holocaust-Überlebende als Zeugen im 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-1965) der Nachwelt überlieferten, hat Conrad Taler für eine jüdische Zeitung in Wien festgehalten: In Gestalt des Lehrers Jehuda Bacon stand ein Zeuge vor Gericht, der als 14-Jähriger zusammen mit anderen Kindern in Auschwitz vor einen Pferdewagen gespannt wurde, mit dem im Winter die Asche der vergasten und verbrannten Häftlinge aus den Krematorien geholt wurde. ‚Wir mussten die Asche auf die vereisten Wege schütten', berichtete er.“

Conrad Taler wurde 2014 mit dem Kultur- und Friedenspreis der Villa Ichon in Bremen ausgezeichnet.

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