14.10.2016

ROSENBURG“-STUDIE DES BUNDESJUSTIZMINISTERIUMS ÜBER DIE EIGENE GESCHICHTE

„Wo bleibt die Erwähnung des wunderbaren Fritz Bauer, der schon in den 60er Jahren dafür gekämpft hat, dass seine Kollegen zur Verantwortung gezogen werden?“, heißt es in einem Kommentar auf „Bronski“-Blog, das Blog der Frankfurter Rundschau, über die Meldungen zum Erscheinen der Studie über die (Alt-)Nazis im Bundesjustizministerium.

"Wir wussten es schon lange“, beginnt der FR-Blog-Eintrag . In der Tat, dass der Bruch zwischen NS-Regime und Bundesrepublik Deutschland misslang, weil die Entnazifizierung nicht nur dem Kalten Krieg, sondern speziell dem Ahndungsunwillen der deutschen Polizeibehörden und Justiz zum Opfer fiel, die nicht gerade eine „nazifreie Zone“ war, ist keine besonders neue Erkenntnis. In dem Zusammenhang fordert Rasmus Ph. Helt aus Hamburg in seinem Kommentar, Fritz Bauer sollte zum Pflichtthema der Beamtenausbildung werden.

Weiterlesen über die „Rosenburg“-Studie und den Kommentaren dazu...

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08.10.2016

tagesschau 24, 9. Oktober 2016

Zur besten Sendezeit zeigt „tagesschau 24“ am 2. Oktober, 20:15, den Film FRITZ BAUER - TOD AUF RATEN von Ilona Ziok (CV Film Berlin). Auf der Webseite heißt es dazu: "Wir Emigranten hatten so unsere heiligen Irrtümer. Dass Deutschland in Trümmern liegt, hat auch sein Gutes, dachten wir. Da kommt der Schutt weg, dann bauen wir Städte der Zukunft. Hell, weit und menschenfreundlich." Diese Sätze, die Fritz Bauer (1903 - 1968) 1967 gegenüber dem Schriftsteller Gerhard Zwerenz äußerte, beschreiben den Enthusiasmus, mit dem der schwäbische Jurist das Nachkriegsdeutschland aus den Fängen der Nazidiktatur in ein demokratisches und humanes Staatswesen überführen wollte. Nicht nur die Politik, vor allem auch die Jurisprudenz sollte hierzu ihren Beitrag leisten.

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Siehe dazu Alexander Martin Pfleger im Frankfurter "Weltexpresso"...

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30.10.2014

Für Menschenrechte und juristische Zeitgeschichte

Der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, Heiko Maas, hat den „Fritz Bauer Studienpreis für Menschenrechte und juristische Zeitgeschichte“ gestiftet. Der Preis erinnert an Fritz Bauer, den Initiator des Frankfurter Auschwitz-Pozesses. Mit dem Preis werden herausragende Arbeiten des rechtswissenschaftlichen Nachwuchses ausgezeichnet, die sich mit Leben, Werk oder Lebensthemen Fritz Bauers befassen. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 5000 Euro verbunden.

Heiko Maas über den Preis: „Fritz Bauer hat sich für die Demokratie eingesetzt, als das viel zu wenige Juristen in Deutschland taten. Er hat gegen große Widerstände in der Justiz das Unrecht der Nazis vor Gericht gebracht. Und er hat sich stets für ein modernes und humanes Strafrecht engagiert. Fritz Bauer hat seinen Beruf als Richter und Staatsanwalt als Verpflichtung verstanden, sich für die Demokratie und die Menschenrechte stark zu machen. Zu seinen Lebzeiten war er verfolgt, verhasst und umstritten; heute ist Fritz Bauer ein Vorbild für allen Juristinnen und Juristen. Deshalb habe ich diesen Preis gestiftet.“

 

20.10.2014

Dr. Erardo C. Rautenberg (Generalstaatsanwalt)

Ausstellung des Fritz Bauer Instituts „Der Staatsanwalt“ stößt auf Kritik

"Fritz Bauer (*16. Juli 1903 Stuttgart † 1.Juli 1968 Frankfurt/Main) war meines Erachtens der bisher bedeutendste Generalstaatsanwalt der Bundesrepublik Deutschland. Zunächst übte er dieses Amt ab 1950 in Braunschweig aus. Dort klagte er den an der Niederschlagung des Umsturzversuchs vom 20. Juli 1944 maßgeblich beteiligten Otto Ernst Remer wegen Verleumdung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener, nämlich der ermordeten Widerstandskämpfer, an und kreierte dabei den Begriff „Unrechtsstaat“ für das NS-Regime. ..."

Der Beitrag wurde zuerst in Heft 9/2014 der im Nomos-Verlag Baden-Baden erscheinenden Fachzeitschrift Neue Justiz publiziert.

 

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10.10.2014

Constanze Weinberg 

Zeitzeuge beanstandet Nazipropaganda zu Lasten von Fritz Bauer

"Kurt Nelhiebel ist einer der letzten noch lebenden Zeitzeugen, die den großen Frankfurter Auschwitz-Prozess als journalistische Beobachter miterlebt haben. Er gehört zu den Wenigen, die den Initiator des Verfahrens, den legendären hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, persönlich kannten und aus eigenem Erleben heraus über ihn schreiben können. Ebenso wie Fritz Bauer hat er Verfolgung durch die Nazis am eigenen Leibe erlebt und wie dieser an ihrer Wiederkehr gelitten.

Als im April 2014 im Frankfurter Jüdischen Museum eine vom Fritz-Bauer-Institut und dem Jüdischen Museum initiierte Ausstellung zum Thema „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht“ eröffnet wurde, entdeckte er im Ausstellungskatalog neben viel Positivem auch manches, das ihn betroffen machte...."

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